El sueño de la paz #PrayForSpain

Pero quién quiere vivir en un mundo donde la gente no sabe vivir en paz? Quién quiere tener miedo de morirse  cuando está en la calle disfrutando la vida? No hay que abandonar el sueño de una vida sin el terrorismo!


Mein Laptop ist kaputt. Gestern Mittag um 16:00 Uhr war das mein größtes Problem. Als Bloggerin, mitten in meiner Sizilien-Reihe, während meiner freiberuflichen schriftlichen Tätigkeiten für Internetseiten und einen Monat vor Einsendeschluss des Europäischen Literaturwettbewerbs erschien der Komplettausfall der Laptoptastatur als ultimative Katastrophe. Durch meinen Kopf gingen Gedanken wie „Schlimmer geht es nicht“, und den Rest des Tages war ich so frustriert, dass ich nichts anderes mehr getan habe, als mich zu ärgern, obwohl eine Menge Aufgaben anstanden, die ich auch ohne eine funktionierende Laptop-Tastatur erledigen können hätte.

Verrückt, wie schnell sich manche Dinge ändern können, ironisch, wie postwendend uns das Leben vom Gegenteil überzeugen kann.

Ich dachte: ein kaputter Laptop ist das Schlimmste, was dir passieren kann.

Mein Google-News-Flash sagte: Anschlag in Barcelona mit mehreren Toten.

Traurig genug das zu sagen, aber in gewisser Weise fällt es schon unter Routine, solche Neuigkeiten zu hören. Man denkt sogar sowas wie: „Ist ja auch echt schon lange nichts mehr passiert.“ Langsam höre ich auch auf, bei Terroranschlägen sofort und ausschließlich an Bomben, Explosionen und Schüsse zu denken, wie das vor den Ereignissen von Nizza und Berlin , sowie Schweden und England der Fall war. Ja, jetzt wird es also auch zur Gewohnheit, dass Laster in Menschenmassen rasen und dabei noch nach links und rechts schwenken, um möglichst viele zu erwischen. Möglichst viele. Menschen, die ihren Sommer unter dem spanischem Himmel verbringen wollten.

Besonders ironisch erscheint es mir jetzt, dass ich erst gestern, als ich zusammen mit einer „Kollegin“ von meiner Arbeit bei der Wirtschaftsförderung nach Hause gefahren bin, noch mit ihr über Barcelona geredet habe. Sie hatte mir von ihren Urlaubsplänen erzählt und dabei sind wir auf Barcelona gekommen, weil sie da schon mehrmals war und ich in zwei Wochen hinfahre. „Du musst unbedingt in die große Markthalle.“ sagte sie. „Ganz im Zentrum.“ Damit meinte sie den Ort Las Ramblas , eine Flaniermeile im Herzen Barcelonas. Hier starben einen Tag später 13 Menschen, 100 weitere wurden verletzt (Quelle: www.focus.de) „Auf jeden Fall.“ antwortete ich. „Ich kann es kaum erwarten.“

Barcelona bleibt nicht der einzige Ort des Terrors in dieser Nacht. Ein weiterer, ähnlicher Akt südlich von Barcelona fordert 7 Verletzte.

Spanien erschüttert vom Terror- der diesmal nicht von Eta stammt, sondern laut ihrem Bekenntnis von der Terrormiliz IS. Alles beim Alten? Die letzten friedlichen Monate, die Hoffnung auf Besserung gegeben haben, zerstört? All das erscheint irreal, doch das ist es nicht. In Paris erlischt der Eifelturm, für kurze Zeit. In einer Woche fahre ich über Paris nach Rouen. Eine Sekunde dachte ich darüber nach, in Paris den Bus gar nicht zu verlassen, aus Angst. Dann bin ich wütend geworden über meine eigenen Gedanken. Natürlich steige ich aus! Es war immer mein Traum, einmal in Paris zu stehen!

Jetzt ist Barcelona im Fokus der Angst. Wenn meine Freundinnen und ich in zwei Wochen in Calella sind, werden wir einen Tagesausflug nach Barcelona machen, insofern das von unserer Organisation dann gestattet wird. Ich habe mich schon seit Monaten darauf gefreut, auf die Sagrada Familia und den Park Güell und und und. Lasse ich mir das nehmen? Nein. Ich weiß es nicht. Ich denke an unseren Spanisch-Kurs, der Ende September ebenfalls nach Barcelona auf Kursfahrt aufbricht. Werden solche Unternehmungen in Frage gestellt werden?

Ja, ich habe Angst, dass es nicht mehr besser wird mit der Welt. Dass meine Kinder eines Tages nicht so aufwachsen können, wie ich es konnte. Bis vor zwei Jahren musste sich niemand überlegen, eine europäische Großstadt sicher ansteuern zu können oder nicht. Was ist jetzt – wer weiß das schon.

Gestern Mittag dachte ich, das Schlimmste wäre ein kaputter Laptop.

Gut, dass einem das Leben immer rechtzeitig eines Besseren belehrt.

#PrayForSpain