Calella mit RufReisen | Spanien 2017

Nach langem Warten bin ich am Montag den 04.09.2017 mit meinen vier Schulfreundinnen aufgebrochen, von Deutschland nach Katalonien, genauer gesagt in die an der Costa Maresme gelegene Kleinstadt Calella de la Costa.

Wir haben dies jedoch nicht ganz auf eigene Faust getan, sondern sind mit der Jugendreiseagentur RufReisen gefahren. Jugendreisen sind in unserem Alter eine vielgenutzte Möglichkeit, um alleine, aber organisiert zu verreisen. Das Angebot an Agenturen ist groß: Neben Ruf ermöglichen auch JAM!, Fun-Reisen, Go-Reisen, Mango-Tours und viele andere Anbieter Jugendliche ihren Urlaub in der Sonne – oder mit Skifreizeiten im Winter im Schnee.

Ich persönlich habe zuvor keine Erfahrungen mit Jugendreisen gemacht, sodass ich keinerlei Vergleiche mit anderen Agenturen aufstellen könnte. RufReisen wurde von uns nicht bewusst, sondern eher zufällig ausgewählt, da uns ein Angebot für  Tage Calella ins Auge sprang. Wir suchten danach gar nicht weiter, sondern entschieden uns für dieses Angebot. Jetzt kann ich meine Erfahrungen weitergeben und ein Fazit darüber schließen, ob die Jugendreise Calella mit Ruf zu empfehlen ist, und wie Calella als Urlaubsort überzeugt.

Die Busfahrt | RufReisen

 

RufReisen stellt einem die Wahl, ob man mit dem Bus oder mit dem Flugzeug ans Ziel gelangen möchte. Der Flug nach Barcelona/Girona hätte allerdings mehrere hundert Euro Aufpreis gekostet, weshalb wir uns für die Busfahrt entschieden haben. Wir starteten in Ulm, fuhren jedoch zunächst in den Norden nach Stuttgart und Karlsruhe, bevor wir dann die französische Grenze passierten und durch Frankreich Richtung Süden fuhren.

Wir hatten einen Doppeldecker-Reisebus, der nach der letzten Station Karlsruhe auch gut gefüllt war. Steckdosen gab es leider nicht, aber das variiert wohl von Bus zu Bus. Zu Beginn der Fahrt wird über die beiden zentral angebrachten Bus-Bildschirme ein Video ausgestrahlt, in dem Ruf über die normalen Regeln im Bus wie Anschnallpflicht, Müllentsorgung, Nachtruhe etc. informiert. Außerdem wird angekündigt, dass es einen Film und ein Quiz gibt, was allerdings nicht der Fall war.

Von Ruf reist immer eine Betreuerin im Bus mit, die die Müllentsorgung beaufsichtigt und für Fragen jederzeit zur Verfügung steht. Pausen werden regelmäßig gemacht, zur Not steht eine Bustoilette zur Verfügung. Die Temperatur ist meistens angenehm, manchmal aufgrund der Klimaanlage etwas zu kalt, aber hier lässt sich mit dem Busfahrer jeden, wie es eigentlich in jedem Bus der Fall ist.

Insgesamt dauerte die Fahrt 18 Stunden, die bei uns auf jeden Fall auszuhalten waren. Da der Bus mittags startet , dann über Nacht fährt und morgens in Spanien ankommt, ging die Zeit schnell vorbei. Wer in Süddeutschland wohnt und einigermaßen Bus-gewöhnt ist, kann sich den Aufpreis für einen Flug daher sparen und ganz entspannt den Bus nehmen!

Das Wetter | Calella

Wir sind in unserer letzten Sommerferienwoche nach Calella gefahren – in Baden-Württemberg ist das Anfang September. Eventuell hätten wir schon damit rechnen können, das der Sommer um diese Zeit auch in Spanien – vor allem im Norden- zu Ende geht. Dennoch sind wir mit der Erwartung losgefahren, in Calella noch einmal ordentlich Sonne tanken zu können. An unserem Ankunftstag hat das auch geklappt, es war sehr warm und sonnig. #

Ab Mitte der Woche hielt in Calella allerdings ein graues, regnerisches Wetter mit Temperaturen um die 20 Grad Einzug. Man konnte zwar noch in kurzen Hosen herumlaufen, zum Baden, vor allem im Meer war es aufgrund der fehlenden Sonne und dem Seewind aber zu kalt. Besonders ärgerlich war es, dass es oft abends wie aus Eimern geschüttet hat. Genau um die Uhrzeit, in der wir durch die halbe Stadt zu den Clubs und Bars laufen wollten. Da heißt es: kreativ werden. Die Rezeptionisten unseres Hotels ließen sich ihre Verwirrung zu der Frage nach drei großen Müllbeuteln nicht anmerken, dachten aber vermutlich: Estan locos, los alemanes! Und so rannten die verrückten Deutschen als Müllsäcke verkleidet, mit zwei Löchern für die Augen, durch halb Calella. Die Menschen, die auf den überdachten Terrassen der Bars saßen, hatten jedenfalls ihren Spaß. Nass waren wir am Ende irgendwie trotzdem, und in Verbindung mit den Klimaanlagen in den Clubs war das nicht gerade gesundheitsfördernd.

Unser Tipp daher: wenn möglich, und nicht allzu teuer, sollte man seinen Urlaub eher im August buchen. Esseiden wir hatten einfach Pech mit dem Wetter!

Das Hotel | Calella

Calella ist eine typische spanische Touristen-Stadt, in der sich Bettenburg an Bettenburg reiht. RufReisen bietet gleich 5 Hotels mit 3-4 Sternen sowie ein Beach-Camp zur Unterkunft an. Wir sind mehr oder weniger durch Zufall im Hotel Calella Palace**** untergekommen. Es ist das einzige Ruf-Hotel mit vier Sternen und ein Teamer hat uns gesagt, dass es von allen von Ruf angebotenen Hotels das Beste sei. In diesem Fall wollen wir nicht wissen, wie es in den anderen Hotels ist…

Zu den Zimmern kann man sagen, dass sie nahezu makellos waren. Es herrschte Sauberkeit, die Zimmer und vor allem die Betten waren groß genug. Auch unser Badezimmer war – bis auf einen von uns möglichst nicht beachteten Schimmelfleck an der Decke – sauber. Außerdem standen Handtücher und ein Haarföhn (Achtung, sehr leistungsschwach! zur Verfügung.

Jeden Tag klopfte der Cleaning Service an der Türe, um aufzuräumen und zu putzen. Leider verstanden wir erst am letzten Tag, dass sie dabei auch immer fragten, ob sie die Betten abziehen sollten. Wir hatten einfach immer mit Si geantwortet, weil wir dachten es ginge nur darum ob geputzt werden sollte. So bekamen wir jeden Tag einen neuen Bettbezug, was zwar unnötig aber ein super Service war! Das Zimmer war außerdem ausgestattet mit einem Fernsehen, der auch die deutschsprachigen Sender RTL und Vox Austria empfing. Was uns vielleicht etwas zum Verhängnis wurde, von Zwischen Tüll& Tränen , Die Tierklinik (hoch emotional!!) und Medical Detectives haben wir jetzt jedenfalls genug!

Auch Rezeption, Lobby und Speisesaal waren – bis auf einen unangenehmen Chlorgeruch- tadellos. Nur leider konnte ich den Speisesaal nach zwei Tagen nicht mehr betreten, ohne dass mir übel wurde. Dazu muss ich sagen, mein Magen ist aus verschiedenen Gründen sehr empfindlich. Das Essen im Hotel Calella Palace war sicherlich nicht komplett ekelhaft oder ungenießbar. Während dem Essen hat es meist noch geschmeckt, und die Auswahl am Büffet ist wirklich riesig, sodass man immer etwas findet, auch als Vegetarier, Veganer oder wenn man auf Diät ist. Jedoch wurde mir nach jeder Mahlzeit schlecht, weshalb das Essen definitiv nicht mein Favorit war. Hinzu kam, dass wir zwar All inclusive hatten, jedoch keine geschlossenen Wasserflaschen aus dem Speisesaal mitnehmen durften. Das bedeutete, dass wir bei Durst jedes Mal in die Hotelbar mussten, wo wir einen 0,3 L Becher bekamen, der noch zur Hälfte mit Eiswürfeln gefüllt war.

Auch muss man sagen, dass das Hotelpersonal nicht besonders freundlich war, vor allem nicht zu uns Jugendlichen. Wir bekamen auch häufig mit, dass Familien und ältere Feriengäste Dinge, die uns zuvor untersagt wurden (Beispiel: Wasserflaschen) unbehelligt tun durften, ohne dabei eine Mahnung zu kassieren. Man merkte also deutlich den Unterschied im Umgang.

Dennoch sind all diese Punkte Jammern auf hohem Niveau! Wer zu einem Partyurlaub nach Calella kommt, sollte kein Luxushotel erwarten und solche kleinen Mangel in Kauf nehmen!

Der Strand von Calella | Calella

In Vergleichen im Internet zwischen Calella und dem nahegelegenen Lloret de Mar schneidet der Strand von Calella besser ab. Aufgrund des schlechten Wetters waren wir nur am ersten Tag dort, waren aber sehr begeistert. Der Strand ist körniger als man es zum Beispiel von der italienischen Adriaküste gewohnt ist, weshalb er nicht so am nassen Körper haften bleibt. Dafür tut er auch nicht weh, wenn man ins Meer läuft. Morgens ist es am Strand ruhig und leer, daher als Tipp: direkt nach der Anreise, wenn man im Hotel noch nicht einchecken kann, ist der Strand ein gutes Ziel! Mittags bevölkern auch im September noch zahlreiche Urlauber dem Strand, hier sollte man auch seine Wertsachen nicht unbeaufsichtigt lassen, da es häufiger zu Taschendiebstahl kommt.

Insgesamt ist der Strand von Calella mit seinem goldenen Sand, den Fesen und dem klaren Wasser wirklich schön. Der kurze Fußmarsch von der Stadt dorthin lohnt sich!

Die Altstadt von Calella | Calella

Würde Calella nur aus den bereits erwähnten Bettenburg-Hotels bestehen, wäre es nicht gerade eine Perle des Mittelmeers. Rettung bringt der schöne Kirchturm der Kirche Santa Maria im Zentrum der Altstadt.

Um die Kirche herum haben sich zahllose kleine Souvenirläden angesiedelt, die zwar nicht sehr schön aussehen, in denen es aber circa ALLES zu kaufen gibt. Highlight ist aber kein Souvenirgeschäft, sondern der Ale-Hop, eine Kette, die es nur in Spanien gibt. Von Taschen und Tassen über Notizbücher, bemalbare Kissen, Massagegeräte in Form einer Katzenpfote und Klamotten bis zu Brillentuis, Handystativen und abwischbaren Filzstiften gibt es hier ALLES, und noch viel mehr als man sich vorstellen kann. Außerdem gibt es viele kleine Cafés, die auf einen Kaffee, Smoothie oder eine spanische Waffel / Crepe einladen.

Das Nachtleben | Calella

Wenn wir nicht nächstes Jahr auf Abireise nach Lloret fahren würden, hätten wir das vielleicht diesen Sommer schon gemacht. So sind wir „nur“ nach Calella gefahren. Wir wussten, dass Lloret Calella in Sachen Partymetropole vermutlich noch voraus ist. Calella gilt zwar als die „Schwester von Lloret“, aber eben als die Kleine.

Der erste Gang des Abends führte immer in die Vorglühbar, die von Ruf vorher festgelegt wurde. Wir waren während unserer Zeit in „CocoMolon“, „Amigos“ und „BoraBora“. Die Vorglühbars waren meiner Meinung nach sehr cool! Im CocoMolon beispielsweise gab es die Möglichkeit zum Bierpong spielen (das haben wir von zuhause ja schon fast vermisst!, und auch sonst waren die Bars cool gestaltet und nicht allzu teuer (Zum Preis der Getränke später mehr).

Etwa um halb zwölf ging es dann weiter in die Clubs. Wir waren einmal im Menfis , einmal im Frog und einmal im Kauai. Das Einzige was uns immer gestört hat war die kalte Klimaanlage, aber ohne wird es im Sommer vermutlich unerträglich heiß. Auch die Stimmung war meist gut, obwohl die Clubs nicht besonders voll waren – was vermutlich auch daran liegt, dass schon September war und viele bereits wieder Schule / Arbeit hatten. Je nach Club kamen uns bekanntere oder unbekanntere Lieder, manche brachten mehr und manche weniger Stimmung. So traurig es klingt, bei jedem einzelnen Dorffest auf dem ich bisher war, ging es mehr ab als in den Clubs von Calella. Offensichtlich sind wir von der schwäbischen Alb ziemlich verwöhnt. Es war also eine eher andere Art des Feierns, worauf man sich aber ja auch mal einlassen kann.

Ein wichtiger Punkt sind die Getränke. Da sind wir nämlich auch anderes gewohnt. Das Problem mit den im Club verkauften Getränke wie Wodka-Mischgetränke, Daiquiri, Sangria und Cocktails (Sex on the Beach,..) war folgendes:

  • extrem geringe Menge an Alkohol
  • gefühlt Tonnen von Eiswürfeln
  • viel zu viel Zucker

Diese Geschmackskombination tat zumindest meinem Magen überhaupt nicht gut, sodass ich oft schon nach zwei Getränken genug hatte. Wenn man die teuren Preise betrachtet, ist es außerdem Abzocke, denn die Hälfte des Getränkes besteht einfach nur aus Eis und der Alkohol macht wirklich nur einen Bruchteil aus.

Sehr unbehaglich war die Tatsache, dass man sein Getränk nicht mit aus dem Club nehmen darf. Einerseits ist das verständlich, anderseits war es uns nicht besonders wohl dabei, unsere Getränke in ein unbeaufsichtigtes Regal zu stellen wenn wir kurz draußen frische Luft schnappen wollten. Vor K.O.-Tropfen haben uns viele Leute gewarnt, bevor wir losgefahren sind, und meiner Meinung nach ist diese Gefahr nicht zu unterschätzen. Wir haben deshalb immer besonders auf uns geachtet, und zum Glück ist uns nie etwas derartiges passiert.

Ein einschneidendes Erlebnis erlebte ich am Mittwochabend im Frog, als plötzlich eine ganze Gruppe an Männern und Frauen um die 60 Jahre den Club betraten. In der Menge aus Jugendlichen wirkten sie sehr fremd. Prinzipiell ist so ein Club aber ja für alle da, sodass ich zunächst versuchte, mich einfach mal wieder in Toleranz zu üben, was ich häufig nötig habe. Als ich kurz darauf an der Bar stand um ein neues Getränk zu bestellen, sprach mich einer der älteren Männer auf Englisch an. Er fragte mich ob ich Deutsch sei, und erzählte mir dass er aus den Niederlanden komme. An sich war das ja nichts Schlimmes, aber es kam mir ein bisschen aufdringlich vor. Als ich mit meinem Getränk zu meinen Freunden zurückgekehrt war, stand der Mann noch immer an der Bar, die sich auf einem kleinen Podest befand, also leicht höher als die Tanzfläche. Und dann beobachtete ich zufällig aus dem Augenwinkel, wie sich der Mann einfach so und garantiert mit Absicht nach vorne fallen ließ. Dazu muss man sagen, dass er leider relativ übergewichtig war. Mit voller Wucht stürzte er ausgerechnet auf mich, wobei ich vor Schreck mein halbes Getränk verschüttete, und erst im nächsten Moment mit Erleichterung realisierte, dass der Mann mit seinen Händen auf meinen Rippen und dem oberen Teil des Bauches gelandet war, nicht aber darüber. Die Menge an Tänzern wich erschrocken zurück und der Mann rappelte sich verwirrt wieder auf. Ich konnte es kaum fassen, und war irgendwie ziemlich geschockt. Und so erleichtert, dass sein möglicher Plan nicht aufgegangen war!

Im wahrsten Sinne überfallen von einem Sechzigjährigen – das hat mir an Cluberfahrungen eindeutig gereicht, und ich bin gottfroh, in Zukunft wieder auf meinen gemütlichen, so viel besseren Dorffesten zu sein!

Das Nachtleben | RufReisen

Calella wird von Ruf als Partyurlaub angeboten. Anfangs konnte ich mir kaum vorstellen, wie das funktionieren soll, und ob wir da wirklich so frei sind wie wir es von unserem Nachtleben zuhause gewohnt sind. Bei Internetvergleichen zwischen den einzelnen Organisationen wird Ruf auch oft als die Strengste bezeichnet und es wird davon abgeraten, damit zu verreisen.

Für die Leute, die unter 16 Jahre alt sind, gilt dies vermutlich auch. Nach dem gemeinsamen Besuch der Vorglühbar müssen diese Teilnehmer nämlich ins Hotel gehen, spätestens um Mitternacht ist hier Ende. Dies liegt aber weniger an der Strenge der RufTeamer, als an dem geltenden Jugendschutzgesetz. Man muss bedenken: in Deutschland dürfen Jugendliche unter 16 Jahren nur bis 22:00 Uhr ohne elterliche Aufsicht unterwegs sein. Mittlerweile hat man auch bei uns unter 16 Jahren selten eine Chance, auf Festern überhaupt reinzukommen.

Wer 16 und älter ist, hat dagegen sehr viele Freiheiten. Nach dem Vorglühen in der Vorabendbar, wo auch die Teamer mitmachen, geht es weiter in den Club. Ohne Elternbeauftragung und volljähriger Erziehungsperson wäre in Deutschland um Mitternacht normalerweise Schluss, in Calella geht die Party um 00:00 Uhr erst richtig los. Dies ist nicht rechtswidrig, weil die RufTeamer als Betreuung im Club fungieren, und mit den Teilnehmern zusammen feiern. Von Moralaposteln oder übertriebener Strenge ist da keine Spur.

Ich habe es eher in die andere Richtung erlebt. Im Club kam gerade ein langsames Lied, und ich war irgendwie in Gedanken oder müde oder was weiß ich, jedenfalls habe ich nicht getanzt (Wir alle nicht!). Da kam eine RufTeamerin auf mich zu und sagte: „Wooow, voll krass wie DU abgehst!“ Natürlich wusste ich überhaupt nicht, was ich antworten sollte, und habe einfach nur dämlich gegrinst, innerlich aber gedacht Alles klar, was willst du denn? Im Nachhinein denke ich mir, sie hat es sicher nicht böse gemeint, sondern wollte mich nur animieren. Solche Dinge müssen aber einfach nicht sein, und ich war auf diese Teamerin danach auch nicht mehr all zu gut zu sprechen. Dies ist aber eine Ausnahme, da sonst alle RufTeamer sehr sehr nett und zuvorkommend waren!

Besonders toll ist dabei, dass es einen Heimgehservice von ein bis vier Uhr gibt. Jeweils zur vollen Stunde läuft einer der RufTeamer, die immer vor dem Club stehen und als Anlaufstelle für die RufTeilnehmer dienen, mit den Leuten die ins Bett wollen zu ihrem Hotel. Dabei sind sie auch häufig willig für einen Abstecher beim MC Donalds. Calella ist vielleicht nicht die größte, kriminellste Stadt, aber mitten in der Nacht alleine heimzulaufen ist nicht empfehlenswert, und mit einem Teamer an der Seite fühlt man sich sehr viel sicherer.

Wir haben nie erlebt, dass ein Teamer sagte: Jetzt aber ins Bett! Dass um vier Uhr der letzte Heimgehservice ist, liegt nur daran, dass die Clubs danach ohnehin schließen.

Lohnt sich das angebotene CALELLA-Premiumband für 45 Euro?

Mit dem Premiumband erhält man kostenlosen Eintritt für alle Clubs sowie 12 Freigetränke. Wenn man bedenkt, das der Eintritt pro Club ungefähr 10 Euro beträgt und ein Getränk etwa 6 Euro beträgt, lohnt sich das Band!

Ich würde es vor allem für die Leute empfehlen, die das 9-Tage oder 12-Tage Angebot von Ruf gebucht hat. Da wir nur 3 Abende da waren, ist es fraglich, wie sehr sich das Premiumband wirklich gelohnt hat, aber stressfreier ist es auf jeden Fall!

Ausflug nach Barcelona | RufReisen

Calella liegt nur etwa eine Stunde von Barcelona entfernt. Der Ausflug war für uns inklusive und ich habe mich sehr gefreut, da ich noch nie in Barcelona war. Morgens ging es mit einem Reisebus los und nach einer Stunde erreichten wir Placa de les Drassanes , wor wir ausstiegen. Wir konnten die berühmte Einkaufsstraße Las Ramblas entlangschlendern und ausgiebig shoppen. Meine Wunschziele, die Sagrada Familia und der Parc Güell wären leider nur mit der Metro zu erreichen gewesen, und den Stress wollten wir uns sparen. Leider wurde auch von Ruf-Seiten nichts derartiges angeboten, was ich rückblickend sehr schade finde!

Dennoch hatten wir viel Spaß beim Shoppen und beim Streifzug durch die berühmte Markthalle Boqueria , wo wir eine teure aber SEHR LECKERE Paella kauften.

Vor wenigen Wochen war Barcelona in einem Ausnahmezustand und kurzzeitig zogen dunkle Wolken über die Sonnenscheinstadt, als bei einem Anschlag der Terrormiliz IS 13 Menschen ums Leben kamen. Dies geschah auf der Einkaufsmeile Las Ramblas, auf der wir nicht mal einen Monat später unbehelligt flanierten. Naja- nicht ganz. Obwohl in Barcelona längst wieder Alltag zu herrschen scheint, obwohl die Straßen bevölkert sind von Menschen, die dem Terror trotzen, hat die Stadt sich verändert. Die Polizei steht mit Maschinengewehren und Autos bereit. Am Ende der Einkaufsstraße erinnern Kerzen und Blumen an die Todesopfer vom 17. August. Und wir haben sie auch gespürt, die Angst, der man trotzen muss, um nicht dem Ziel der Terroristen gerecht zu werden.

Zusätzlich buchbare Angebote | RufReisen

Zusätzlich zu Meer, Clubs und Hotel bietet Ruf noch zahlreiche Angebote an, die man kostenpflichtig dazu buchen kann.

Hierzu zählt:

  • Lloret by night – ein Abend in Llort (mit dem Bus)
  • Party Beach – Spiel, Spaß und Alkohol-Flat an einer Bucht, die nur mit dem Boot zu erreichen ist
  • Party-Catamaran – das Selbe auf dem offenen Meer
  • Paintball
  • Water World
  • Barcelona Insight (Wasserfontänenshow am Abend)
  • usw

Da wir die meisten dieser Aktivitäten nächstes Jahr in Lloret machen, haben wir keines dieser Angebote genutzt. Ansonsten ist das aber eine tolle Möglichkeit, den Urlaub noch besser zu machen!

Fazit

Eine Woche Calella- das ging viel zu schnell vorbei, und war gleichzeitig etwas, das man nur einmal erleben muss. Einfach, weil es kein Erholungsurlaub ist. Nächstes Jahr noch die Abireise nach Lloret, dann bin ich durch mit sowas. Ich finde aber, das man sowas mal erleben sollte, und eine Jugendreise mit Ruf ist eine gute Gelegenheit dafür. Von der im Internet diskutierten Strenge der Teamer haben wir nichts mitbekommen und der Preis war absolut angemessen.

Insgesamt würde ich den Urlaub also definitiv empfehlen, und wünsche euch dabei viel Spaß!

PS: Geheimtipp: man muss einfach nur mit den richtigen Leuten gehen, dann ist es egal wohin <3